31.7.2026 readingfinnish 1. Tag Tampere
Sonnenschein in Helsinki am Nachmittag, es wurde sogleich richtig warm.
Es gelang mir in mittels Internet einen Laden in Einkaufszentrum Kampi zu finden, der Koffer verkaufte. Nach etwas Beratung, der Koffer würde sich nicht zum Fliegen eignen, kaufte ich einen roten mit 4 Rädern im Sonderangebot. Auf dem Rückweg enterten wir einen K-Supermarkt, guckten uns ab, wie hier eingekauft wird. An der kleines Gebäcktheke nimmt man ein Gebäck pro Tüte, merkt sich die Nummer und wiegt ab, Etikett aufkleben fertig. Gurke, Pizza fürs Abendessen, Zimtsschnecke fürs Frühstück.
Am Schäufelchen Regal (Süßwaren werden mit einer Schippe in Tüten gefüllt und gewogen) durfte jeder eine Tüte, ich tat mich schwer etwas passendes zu finden. Viel mit weißer Gummirückseite und ein bisschen Lakritz war es am Schluss.
Auch diesmal klappte auf dem Rückweg alles mit dem rustikalen Aufzug in den 6. Stock. Die Ferienwohnung war recht einfach in der Ausstattung, ausreichend und sauber. Wir konnten alle gut schlafen und sie ließ sich gut verdunkeln. An der Kaffeemaschine scheiterte ich zunächst, letztenendes goß ich Wasser aus dem Wasserkocher durch den Kaffeefilter. Das klappte.
Der alte Koffer, die Räder hatten sich tatsächlich aufgespalten, wurde im finnischen Restmüll versenkt. Mit dem neuen rollerte ich fröhlich zum Bahnhof. 2 Postkarten werden abgeschickt. Am Bahnhof gibt es eine große richtige Post. Ein freundlicher Mitarbeiter verkaufte mir einen Schwung hübsche Briefmarken, die reichen jetzt bis zum Ende des Urlaubs. Wir fuhren mit dem Zug weiter nach Tampere. Tampere empfing uns mit Regen, zur Ferienwohnung gingen wir etwa 1 km zu Fuß, am Dom vorbei über eine Eisenbahnbrücke. Die Stadt scheint genauso hügelig wie Helsinki zu sein. Es gibt unendliche viele Zebrastreifen und Radwege. Die Ferienwonung im 4. Stock hat keinen Fahrstuhl, einen wunderbaren weiten Blick über die Stadt und ist zauberhaft eingerichtet.
Nach einer kleinen Mittagspause folgen wir dem Tipp einer Freundin und besuchen das kostenlose Stadtmuseum Westa, genau richtig bei Regenwetter. Wir gehen zu Fuß hin und bestaunen einen breiten Fluss, der mitten durch die Stadt fließt, gestaut wird und ein Wasserkraftwerk antreibt. Wie das schäumt! Und spritzt. Im Museum gibts viel zu entdecken, auch ohne Finnischkenntnisse, das meiste wird auch auf Englisch erklärt, Industrie und Handwerk im Laufe der Zeit, die 70er, 80er,90er Jahre Vibes schwingen durch die Räume. Ich erkläre den Kindern die Bedienung eines Wählscheibentelefons, freue mich über einen Walkman und das erste Nokiatelefon.Die Ausstellung über den Stadthelden Kalle, der gestiftet und gefördet hat und ohne den die Stadt anscheinend nicht das wäre, was sie heute ist. Sein Markenzeichen scheinen bunte Krawatten gewesen zu sein. Im Untergeschoß ist eine riesige Dampfmaschine ausgestellt, eine Werkstatt mit alten Druckmaschinen und Setzkästen fasziniert mich.
Das Abendessen wollen wir uns im Supermarkt nahe der Ferienwohnung holen. Der ist jedoch eine Enttäuschung in Bezug auf Auswahl und Preise. Ich recherchiere einen namens SALE, wir gehen einen ungewollten Umweg von ca 1km, manchmal bin ich ein Orientierungsmuffel. Dort angekommen stehen kleine Starship Roboter vor der Tür, die liefern anscheinend Bestellungen in der Umgebung aus. Einer kommt gerade zurück, wartet am Zebrastreifen, bis frei ist und parkt wieder vor dem Markt.
Wir kaufen Nudeln, Soße, Obste, Gemüse und was aufs Brot. Es gibt keine Zimtschnecken mehr, dafür mit Marmelade gefüllte Crossaints und eine Art dunkle Toasties. Einmal Chips zum kosten kommen mit.
Angemessen hungrig und müde erreichen wir wieder die Ferienwohnung. Abendprogramm mit Essen, schreiben, lesen, spielen, duschen, relativ spät sind alle im Bett.





