8.5.2026 Alltagsfetzen
Ich bin mit den Kindern beim Zahnarzt zur Kontrolle. Wochen vorher beginne ich zu predigen „Zahnseide“ benutzen, wir gehen bald zum Zahnarzt. Jaja. Vor 14 Tagen machte ich für mich einen extra Termin, weil ich Zahnschmerzen hatte. Es stellte sich heraus, dass ich eine Zahnfleischentzündung hatte, weil ich zu oft Zahnseide benutzt hatte, einmal am Tag reicht. Die Entzündung wurde effektiv behandelt und war nach einer Woche vergessen. Bei der regulären Kontrolle nun wurde ich ermahnt einmal täglich die Zahnseide zu benutzen, was ich tue! Bin jetzt verwirrt und werde nach Bedarf öfter als einmal zahnseiden. Ältere Zähne bedürfen wohl mehr einfühlsamem Zähneputzen, als ich dachte.
Beim Zahnarzt war wohl Kindersprechstundennachmittag, weitere 2 Kinder spielten auf dem Boden mit den vorhandenen Bausteinen, Bagger und Kipper waren im Einsatz, ein Kind malte mit diesen Umsteckstiften. Von denen hatte ich als Kind auch einen. Ein Stift enthält viele Farben, vorne zieht man eine Farbe heraus und steckt sie oben wieder hinein, dann wird unten die nächste Farbe herausgeschoben. Zahnarzt und Mitarbeiterinnen jonglierten uns alle nacheinander durch 3 Behandlungsräume, Reinigung, Kontrolle. Wir drei lasen im Wartezimmer, ich auf dem E-Reader, Kinder im Französisch Schulbuch und ein Jugendbuch. Während die andere Mutter nacheinander mit je einem Kind zur Behandlung ging, unterhielten die anderen wartenden Kinder das Wartezimmer. Handdesinfektion immer wieder aufsprühen, ich verhinderte, dass sie sich das ins Gesicht reiben. Die Umsteckstifte wurden auseinander genommen, eine spielerische Schlägerei und Klettern auf dem Tresen wurde von den Mitarbeiterinnen unterbunden.
Als dem ältesten eine Überweisung zur Zahnspange verordnet wurde, erblassten die anderen vor Neid. Mir tat nur die Mutter leid, das wird teuer. Der Jüngste bekam eine extra Kontrolle, er wollte so gerne, obwohl er am Tag davor bereits dran gewesen war.
Ob ich mir noch mal einen Umsteckstift kaufte? Die Erinnerung ist schon schön.
An meinem freien Tag ging ich zum Sport. Auf dem Rückweg benutzte ich bewusst die Straßenseite, auf der ich neulich dem Fußballfan begegnete, in der Hoffnung auf ein weiteres Erlebnis. Diesmal traf ich die ehemalige Tagesmutter meiner Kinder. Was ein schöner Zufall! Sie macht ein freiwilliges soziales Jahr als Rentnerin und springt als Tagesmutter an ihrer ehemaligen Wirkungsstätte ein. War an diesem Tag mit einem Haufen Kleinkinder zum Spielplatz unterwegs. Im Juli zieht sie aber aus Berlin weg und dann nur noch Rentnerleben. Ich konnte ihr die Freude darauf ansehen.
An der Hauptstraße angekommen radelte gegenüber eine Polizeistreife vorbei. 3 Polizistinnen in Leuchtmontur. Dann schlugen zwei von ihnen elegant einen Bogen und hielten auf meiner Straßenseite neben einem Auto an, welches am Ende des Radweges auf dem Radweg parkte. Die dritte Polizistin hielt einen Radfahrer an, der bei Rot über den Bürgersteig als Abkürzung, dann wieder auf die Straße abgebogen war. Nachdem ich über die Ampel gegangen war, drehte ich mich um und sah, dass sie einen weiteren Radfahrenden, Bürgersteig in Gegenrichtung des Verkehrs gefahren, angehalten hatten. Ich wusste schon immer, dass diese Kreuzung eine lukrative Einnahmequelle für die Stadt sein könnte.
Der große Sohn einer Bekannten arbeitet im neu geöffneten Erdbeere-Stand und hat den Führerschein gemacht. Eben waren sie noch klein, jetzt tragen sie Erdbeerjacke und brauchen einen eigenen Parkplatz.
Auf dem Weg zum Sport gibt es eine Verschenke-Ecke, dort findet man gebrauchte Kleidung, Bücher, Geschirr usw. Gepflegt und sortiert vom Nachbarschaftsladen, der sich in dem Haus befindet. Ich habe angefangen in meinem Kleiderschrank, das was ganz hinten hängt oder zuunterst liegt auszusortieren und immer 2 Teile auf dem Weg dort abzulegen. Mitgenommen habe ich von dort 2 Comics, eine Tasse und einen Pullover. Die Rechnung geht also noch auf.
Ein leckeres Hühnchen Teriaki mit Reis gekocht und einen Kirschkuchen nach dem drei Fragezeichen Rezept von Tante Törtchen gebacken. Eine Kollegin brachte mir eine Kostprobe ihres Curry mit. Lecker und jemand hat für mich gekocht! Außerdem diese Woche wieder mal mit roten Linsen eine Dalsuppe gekocht.
Klaviermusik gehört nach iberty und den Wikipediaartikel über die Milz gelesen. Nun bin ich um einiges schlauer. Der Schreibwettbewerb ist eine Institution der Wikipedia. Er findet zweimal im Jahr statt (März und September eines jeden Jahres). Autor*innen können Artikel ihrer Wahl einreichen, bewertet wird das Beste was in diesem Monat entstanden ist.
Dr. Pop gehört KI und Walgesänge– du meine Güte. Sehr lustig sind seine Kommentare im Hintergrund.
Angefangen die Serie Bron auf Arte. Mich fasziniert die dänisch-schwedische Komponente. Die Brücke ist natürlich die Öresundbrücke.