6.2.2026 Hurra Fortsetzung

6.2.2026 Hurra Fortsetzung

Beim zweiten Aufstehen um 7 Uhr erhielt ich auf dem Handy eine Hurray Nachricht von Postcrossing, welche die Ankunft einer in die USA verschickten Postkarte nach 91 Tagen bejubelte. Darauf waren Leuchttürme abgebildet. Das war schön, genauso, wie eine fast durchgeschlafene Nacht, um 3 musste ich Mal unterbrechen und eine Stunde lesen. Lesen an sich mag ich ja sehr, unterbricht alle nächtlichen kruden Gedankenspiele. Einschlafen mag ich auch.

Dann träumte mir von einer Physiotherapeutin, die hinter mir stand, sie legte mir die Hände auf Schulter und Nacken, um eine Verspannung zu lösen. Im Traum erwartete ich eine erlösende Bewegung, wie einen Ruck von ihr. Statt dessen knackte es in der Schulter in echt, Traum zu Ende. Wunderte mich, dass das durch Handauflegen gelöst wurde, begriff dann, es war nur ein Traum.

Schön ist, dass ich am Tag vor meiner Reise eine klappbare Minitastatur zum Aufladen gekauft hatte fürs Laptop, da schreibe ich zwar nicht so schnell, aber viel lieber als auf dem Bildschirm. Musste mich nur etwas umstellen und die Autokorrektur macht andere verrückte Dinge, als das Laptop. Ich versuche alles dreimal kontrollzulesen. Nach einem halben Tag Kopplungsschwierigkeiten, erkennen sich die Geräte via Bluetooth nun blitzschnell.

Köln weiterhin ohne Schnee, Regen am frühen Morgen, ab 7 Uhr #HerzSoliSneaker Daumen drücken angefangen.

Neue Ninawarnungen für Eisregen und Glätte in Berlin. Kind scheint fieberfrei, dafür komplett heiser als neues Level auf der Erkältungsskala.

Es folgen Frühstück, Packen, Abwasch, Aufräumen, ich sauge noch Mal durch, Müll runterbringen. Später bekomme ich ein Dankeschön vom Vermieter, für die sauber hinterlassene Wohnung. Vermutlich hat er schlimme Gästeerfahrungen (bloße Vermutung: alkoholisierte Karnelvalsjecke, nachdenklich, fragend guckender Smiley).

Servicetipp: Falls Sie mal um 10 aus der Ferienwohnung raus müssen, der Zug erst um 12.30 fährt und es feucht kalt draußen ist: Gehen Sie wie wir heute in die Stadtbibliothek vor Ort. Genießen Sie den Platz, dass Sie das Gepäck nicht herumschleifen müssen, Ruhe, Kaffee und Kakao vom Automaten zu kleinem Preis, spielen Sie mit Ihren Mitreisenden eines der zahlreich vorhandenen Gesellschaftsspiele. Toilette und Wasserspender für leere Wasserflaschen gibt es auch. Hat wunderbar geklappt. Tageszeitungen und anderen Lesestoff gibt es selbstverständlich auch. In Berlin kenne ich die Anna-Seghers-Bibliothek, in der es sogar Sitzplätze gibt, an denen man mitgebrachtes verzehren darf. Die liegt aber eher nicht zentral in Berlin. Wir haben Das Verrückte Labyrinth Team gespielt und Daedalus besiegt. Toll! Käffchen war absolut ok, Kakaogetränk auch laut Kind.

Eine Stunde vor Abfahrt die erste Nachricht unseres Zuges. Es wird ein Ersatzzug eingesetzt, selbes Gleis, Uhrzeit bleibt, die Sitzplätze Reservierung wurde umgebucht auf Wagen 1, in dem auch die Fahrradplätze sein sollen. Gemütlich packen wir ein und laufen in 10-15 Minuten Richtung Kölner Dom. Achtung unbezahlte Werbung: In der Einkaufsstraße gibt es einen Lego Laden, ein Dyson Geschäft, einen pinkfarbenen Klamottenladen, ein Candyshop, der toll glitzert, 4711 grüßt mit einer Schaufensterpuppe in Narrenkleidung in 4711 Farben, am Dom landen wir auf gefühlt 50 Selfies im Hintergrund, immer freundlich winken. Das Gleis ist übervoll mit Reisenden. Dann kurz vor Abfahrt ein Gleiswechsel, Glück gehabt, wir bleiben am gleichen Bahnsteig, Ein Lokführer Nr. 6389 wird auf Gleis 6 beordert. Ob der gerade in dem Zug auf dem Nachbargleis angekommen ist? Könnte sein. Ich zappel ein wenig herum, dann kommt unser Zug, das Abteil bleibt zunächst halb leer. Wir verteilen uns um, weil auf unseren Reservierungsplätzen eine nette Familie sitzt, die die Umbuchung der Reservierungen des Ersatzzuges nicht mitbekommen hat. Dann die Durchsage, dass der Ersatz ICE Sprinter 5 Waggons mehr hat. Ergo bleiben wir einfach da, wo wir sind. Einmal werde ich noch hoch gescheucht, weil jemand auf seinem Sitzplatz besteht. Soll er doch, dann eben ein anderer freier 2er Platz. Es wird bis Berlin keinen Halt, also keine weiteren zusteigenden Fahrgäste geben. Entspannen! Ein Brötchen und Apfel essen! Läuft, die Miniminutenverspätung, die wir gegen 14 Uhr haben, erwähne ich nur der Statistik wegen. Serie gucken, Postcrossingforum lesen, Internet lesen, bloggen, Füße ausstrecken, keine Zugluft.

Draußenwetter:
Hagen ist schneefrei und die Sonne lugt durch die Wolken.
Erste Schneereste auf den Feldern kurz vor Bielefeld. Hinter Bielefeld, teilweise geschlossene Schneedecke. Die Sonne ist zu sehen durch die Wolken. Schafe im Schnee.
Wälder im Schnee, tiefhängende Wolken. Windräder sind nur noch bis zur Hälfte zu sehen. In Wolfsburg sind Eisschollen auf dem Wasser, bis Berlin bleibt es neblig und ordentlich verschneit.

Jetzt bleibt es ereignisarm, die vielen kleinen Kinder im Abteil werden zwar geräuschvoll, doch gut beschäftigt. Die kleinen ICE Geschenke aus dem Bordbistro sind immer noch der Hit.

Ich lasse einfach meine Kopfhörer drin, die dämpfen auch wenn ich nichts aktiv höre, statt dessen lese ich mein Buch aus. Wir haben ca 20 Minuten Verspätung bis Berlin, ich freue mich sehr auf zu Hause. Im Hauptbahnhof ist erwartungsgemäß die Rollkofferhölle los, Schlangestehen an den Rolltreppen, bevor wir nach Hause gehen, schnallen wir die Spikes an die Schuhe und knirschen nach Hause. Auf Schnee hat es geregnet und eine dicke Eisschicht bricht unter den Schuhen bei jedem Schritt ein. Es wurde Schnee weggeräumt auf manchen Wegen, doch darunter ist pures Eis mit eingefrorenen Splittsteinen. Alles wie immer, Winter halt.

Spielbrett Das verrückte Labyrinth Team

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