6.4.2026 Geocaching

6.4.2026 Geocaching

Freizeit/Ferienzeit heißt Zeit für Geocaching, warm anziehen und was zum Trinken und Snacken einpacken, S-Bahn Verbindung heraussuchen und los geht’s. Die fertig gepackte Geocaching Tasche hängt immer bereit, zur Grundausrüstung gehören Stifte, kleine Tauschgegenstände, eine Pinzette, Taschenlampe, Taschentücher (schon oft zum Trockenwischen von Dosen oder der Finger gebraucht, Ersatzlogbuch bzw. einige Blankozettel, falls ein Logbuch vor Ort zu feucht oder voll sein sollte, um sich einzutragen.
Ich hatte mir eine Rätselrunde im Wald ausgeguckt in Berlin Schmöckwitz. Im Rätsel versprochen waren große Kästen mit je einem mehr oder weniger kniffligen Rätsel.
Die S-Bahn App berechnete 45 Minuten Anreise an den Rand von Berlin, leider gab es Signalstörungen und wir verpassten den Tramanschluss, waren am Ende 1,5 h unterwegs. Da es ab ca. 14 Uhr regnen sollte, rechnete ich innerlich mit vorzeitigem Heimgehen. Ein Stückchen an der Straße, dann in den Wald hinein. Huch, hier ist nichts mit Idylle pur, alle 5-10 Minuten ein Flugzeug im Landeanflug über dem Wald, Richtung BER.
Der Wald war noch braun und nur an wenigen Stellen sah ich Knospen und einige Blüten.
Zu Beginn fanden wir das Rätsel Nummer 10 der Runde, von weitem könnte es auch ein Vogelkasten gewesen sein, gegen Uneingeweihte schützt ein Schloss das Rätsel. Wir Eingeweihten hatten den Schlüssel- so dass wir schnell zum Logbuch vordrangen und den ersten Erfolg vermerken konnten. Ab dann folgten wir den Caches numerisch, ein Zauberwürfel wurde im Handumdrehen buchstäblich sofort gelöst und uns fiel die Lösung im Inneren in die geöffneten Hände.
Meine Lieblinge der Runde waren ein Cache, bei dem geangelt werden musste und (natürlich immer abwechselnd oder zusammen) einer bei dem mit einem Löffel wie beim heißen Draht durch einen Spalt Eier ans Tageslicht gefördert wurden, in denen Nieten oder Zahlen versteckt waren.
Zwischendurch aßen wir unsere Brezeln auf einem Baumstamm sitzend.
Im Wald hängen viele Fledermausbehausungen und Vogelhäuser, die Caches waren immer neben dem Weg versteckt, (nichts wurde zertrampelt) und mit Kabelbindern um den jeweiligen Baum geschlungen. Im Sommer sind sie wegen Gebüsch vermutlich etwas schwieriger zu sehen. Ab Rätsel 6 waren wir auf dem Rückweg, da wurden wir das erste Mal angenieselt. Wir aßen zur Aufrechterhaltung der Stimmung einige Kekse und Chips im Gehen. Bänke waren nicht vorhanden. Die Flugzeuge wurden je nachdem, wo wir auf der Runde unterwegs waren, lauter oder leiser. Ganz schön tief, die Räder waren immer zu sehen. Wir trafen einen blaufelligen Hund mit Besitzer, zu Hause schauten wir nach, laut Internet war es ein australischer Schäferhund und einen Joggenden. Sonst war da niemand und das in Berlin. Ich habe es genossen, nach dem ganzen Trubel im Einkaufzentrum an den Arbeitstagen und in den öffentlichen Verkehrsmitteln.
Der Niesel dauerte nur kurz, dann machten wir uns an die letzten Stationen, zwei Minihuschen regneten uns noch kurz an, lag sowieso alles auf dem Rückweg. Wir besuchten einen Gedenkstein im Wald: Notfriedhof von 1945/46 mit 108 Bestatteten. Ein zusätzlicher kleiner Cache ohne Rätsel zum Abschluss brachte unsere Fundliste auf 11 Stück an diesem Tag. An der Bushaltestelle angekommen, ließen wir uns auf die Sitze fallen, wir aßen die Vesperbüchse mit Gemüse leer, während vor uns ein Regen hernieder rauschte. Die Rückfahrt dauerte 45 Minuten, wie geplant, bis wir uns zuhause gepflegt in den jeweiligen Zimmer ablegen konnten. Schön wars.

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