8.2.2026 Nicht, dass das hier eine Serie wird
Herzlichen Dank an iberty fürs Verlinken, das motiviert mich zum Schreiben und ich weiß sofort, wenn es einen neuen Beitrag zu lesen gibt. Gletscher am Südkreuz… ich bewege mich gefühlt seit Wochen im Freien nur noch mit Spikes vorwärts. Aktuell hinter dem Haus: Es bilden sich zwei Schmelzwasserseen in einer Schneelandschaft, die eventuell morgen über dem Weg zusammen laufen. Vor dem Haus braune Schlammseen an den Bordsteinkanten, die Streusplittfarbe hat gestern von Schwarz zu Dunkelrot gewechselt.
Neues Gadget, hinter dem Haus und vorne auf der Straße ist seit Freitag die Straßenbeleuchtung ausgefallen. Auf der Störungmelden-Webseite des Stromnetz Berlin, hätte ich jede Laterne einzeln melden können. Ich habe mich für zwei entschieden. Pro Laterne ein Formular. Die mit der ersten identische Antwort auf das zweite Formular kam heute Mittag. Aktuell würden Störungen innerhalb von 7 Tagen bearbeitet, aktuell priorisieren sie doch Verkehrsunfälle und Sondermaßnahmen und Witterungsbedingtes. Falls die Störung danach weiter besteht, soll ich mich wieder melden.
Nachts leuchten nur die beleuchteten Hausnummernschilder.
Schön ist, dass es abends so dunkel ist, dass man bestimmt gut Sterne und Polarlichter gucken könnte. Schade ist, dass es stets wolkig und neblig ist. Schade ist auch, dass ich Samstag im Dunkeln zum Einkaufen gehen musste und die Matschepfützenseen an den Bordsteinen schlecht sehen kann und der abendliche Parkweg von der Arbeit nach Hause im Stockfinstern liegt. Gedankenstrich – Taschenlampe einpacken.
Schön ist es nach einem Urlaub wieder im eigenen Bett zu schlafen. Leider funktioniert seit Freitag Abend ein Heizungsventil nicht mehr richtig. Die Heizung kann nur noch An und glühend heiß oder vielleicht nach einigen Versuchen Aus. Ein Problem für Morgen Gedankenstrich – Handwerksfirma anrufen. Aktuell ist sie Aus.
Weitere Wetternachrichten: Rund um meine Arbeitsstelle taut es und sofort kam die Kundschaft aus ihren Behausungen gelaufen, um im Buchladen einzukaufen. Die häufigste gestellte Frage: Haben Sie/ Wo sind Zeitschriften? Spoiler: wir verkaufen keine. Aber die Kundschaft, die sich für Stammkundschaft hält, kauft diese IMMER bei uns und teilte mir das jedes Mal laut mit. Vor meiner Zeit in diesem Laden, gab es dort irgendwann Mal Zeitschriften. Ist mindestens 3,5 Jahre her. Doch wir sind gut trainiert und ich antworte immer mit den Namen der Geschäfte, die Zeitschriften führen. Ansonsten läuft das Ostergeschäft an, Kalender sausen über den Kassentisch, Valentin grüßt seit Mitte Januar, Frühlingsfarbentrend ist anscheinend blau und gelb, mir solls recht sein. Am Samstag habe ich die ersten Waffelostereier gekauft.
Ein sich ebenfalls regelmäßig wiederholendes Phänomen ist, dass immer samstags um 11 Uhr immer ältere Menschen (sind es immer ohne jemandem zu Nahe treten zu wollen) mit ihrem E-Reader im Laden auftauchen, gerne als Paar. Ich bezeichne es gerne als ärztliche Sprechstunde. Dann melde ich den Tolino im WLAN an. Bringe der Kundschaft in der Regel bei, das Update zu installieren, infolgedessen sich normalerweise alle Probleme in Luft auflösen, finde in der Cloud gespeicherte E-Books wieder und lade sie runter, unterstütze bei der Anmeldung: „Doch, es gibt Zugangsdaten in Form von Emailadresse und Passwort für Ihr Gerät, Sie haben ja bereits gekaufte E-Books auf dem Gerät gespeichert. Wenn Sie die nicht haben, kann ich Ihnen nur schwer weiterhelfen. Wer hat Ihnen denn das Gerät eingerichtet?“ Verwirrte Rückfragen: Die Emailadresse des Buchladens?, Meine PIN? Mein Kind macht das sonst, aber möchte ich nicht anrufen. Ich: Nein, es muss Ihre eigene private Emailpostfachadresse sein. Ich: Wo lesen Sie denn Ihre Emails? Sie: Auf meinem Handy. Ich: Erhalten Sie dort die Emails des Buchladens? Sie: Ja! Ich: Super, dann können Sie ihr Passwort zurücksetzen und neu erstellen. Ich zeige Ihnen das einmal.
Ganz oft macht es an diesem Punkt bei der Kundschaft Klick und Sie: Ach so, Sie meinen das Passwort für die E-Books. Ich denke: Ja genau, darüber reden wir ja seit 20 Minuten.
Jedenfalls versuchte meine Kollegin am Samstag um 11 Uhr einer Kundin zu helfen, ein verschwundenes E-Book auf dem Tolino zu finden. Sie hatte zwei Geräte, auf einem war es drauf, auf dem anderen nicht. Nach 10 Minuten fragte die Kollegin mich, ob ich mal gucken könnte. Sie übernahm dafür einen Kunden, der ohne Punkt und Komma redete, wie ich im Hintergrund mitbekam. (Auch herausfordernd.)
Ich nahm den Reader, legte ihn auf den Behandlungstisch, orientiert mich kurz, suchte im Arbeitscomputer die Bestellung des verschwunden E-Books heraus. Dann schaute ich mit Hilfe der Suchfunktion auf dem Reader nach und fand es auch nicht. Mir fiel auf, dass das Gerät ohne Pause, ergebnislos synchronisierte und dass die Uhrzeit falsch anzeigt wurde. Ich fragte, wann das letzte Update gemacht wurde, die Kundin hatte noch nie eins gemacht. Erste ärztliche Ermahnung meinerseits, dass in Zukunft regelmäßig zu tun. Ich bat die Kundin, quasi die Krankenkassenkarte herauszusuchen mit den Zugangsdaten des Geräts. Als sie diese gefunden hatte, meldete ich das Gerät ab und neu an. Währenddessen wurde mir sofort eine Aktualisierung angeboten, die ich auslöste. Dann hieß es einige Minuten warten. Beim Abmelden werden die E-Books vom Reader komplett gelöscht und müssen aus der Cloud neu geladen werden. Die Installation und das Herunterladen sowie das ganze Vorgespräch dauerten ca. 30 Minuten. Das verschwundene E-Book tauchte als erstes aus der Cloud auf, ich lud es herunter und es ließ sich ohne Probleme öffnen. Ich strahlte die Kundin an und gab ihr das Gerät mit den Worten: Ist geheilt! zurück.
Oje war das ein langer Bericht. Ich ging dann verspätet in die Pause. Die Kundin kam später zurück mit je einem Blümchen für die Kollegin und mich. Das freut mich immer noch. Woher ich E-Reader „gesund machen“ kann? Jahrelange Übung, private Neugierde, lesen in Foren, Ausprobieren, Mitarbeitende schulen, mit dem E-Reader Service des Unternehmens sprechen.
In einem Tischgespräch über den KI Artikel von Herrn Buddenbohm kam ich darauf, dass ich mich an eine Star Trek Folge erinnerte, in der das Raumschiff eine eigene Persönlichkeit entwickelt, Next Genreration S7 F23 1994? Neue Intelligenz, und nicht mehr von der Crew gesteuert werden kann. Gefunden im Netz bei Paramount, dafür habe ich aber keinen Account, müsste aber die Folge sein. Früher von mir im Kabelfernsehen gesuchtet. Dass ich das noch weiß… Wild und lustig bei Tisch spekuliert, was wäre, wenn die KI beleidigt oder verliebt oder der Mathelehrer wäre.
Ich habe heute eine Süßkartoffelsuppe gekocht, diese waren im Angebot beim Discounter. Lecker, leicht scharf und schön wärmend. Zwei Urlaubswaschmaschinen voll sind gewaschen. Schön was erledigt. Jetzt mach ich noch was schönes für mich und gehe zum Sport.
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